Warnwestenpflicht ab 01.07.2014!

 

Der Bundesrat hat eine Warnwestenpflicht für Deutschland beschlossen und folgt damit dem Vorbild der europäischen Nachbarstaaten.
Wer bislang noch keine Warnweste im Auto hat, sollte sich zügig eine entsprechende Weste (Europäische Norm EN 471) zulegen und - ebenso wie das Warndreieck - jederzeit mitführen. 
Spätestens ab dem 1. Juli 2014 muss in jedem Fahrzeug eine Weste vorhanden sein. Die neue Regelung betrifft alle in Deutschland zugelassenen Pkw, Lkw und Busse; Motorräder bleiben ausgenommen. 
In vielen europäischen Ländern gibt es bereits die Pflicht, eine Warnweste im Auto mitzuführen beziehungsweise diese Signalweste bei einer Panne oder einem Unfall zu tragen. Eine Tragepflicht für jeden, der das Fahrzeug verlässt, gilt in Belgien, Italien, Luxemburg, Slowenien, Spanien und Ungarn. 
Eine gekoppelte Verpflichtung, wonach sowohl eine Weste im Auto sein als auch im Bedarfsfall zwingend getragen werden muss, gibt es aktuell in Frankreich, Kroatien, Norwegen, Österreich, Portugal und der Slowakei. Die Strafen bei Zuwiderhandlung betragen je nach Land zwischen 14 Euro und 600 Euro.

 

ADAC Manipulation

Die großen Autohersteller reagieren verschnupft auf die jahrelangen Manipulationen beim "Lieblingsauto der Deutschen" beim ADAC. 

BMWDaimlerund VW kündigten unisono an, alle vom ADAC vergebenen "Gelben Engel" zurückzugeben. Gefälschte Preise seien für sie wertlos. Laut einer externen Prüfung hatte der ADAC nicht nur die aktuelle Wahl zum "Lieblingsauto der Deutschen" im Jahr 2014, sondern auch die der Jahre zuvor manipuliert. Der Untersuchung der Wirtschaftsprüfer von Deloitte zufolge wurde die Teilnehmerzahl aufgeblasen und die Reihenfolge der Gewinner verändert. Als Gründe für die falschen Ergebnisse nannten die Wirtschaftsprüfer sowohl vorsätzliche Veränderungen als auch eine technisch fehlerhafte Verarbeitung der Daten.

Laut dem Untersuchungsbericht hatte der ehemalige Kommunikationschef Michael Ramstetter, der für die Wahl zum "Lieblingsauto der Deutschen" verantwortlich war, die Daten für die Abstimmung umfassend manipuliert. Auf seinem Rechner fanden die Prüfer verschiedene simulierte Szenarien, bei denen Stimmenzahl wie Zuordnung der Stimmen zu den einzelnen Modellen willkürlich verändert worden waren. Diese Simulationen seien auf der Basis unvollständiger Zahlen erfolgt.

Nach Auswertung von Deloitte wurden für das angebliche "Lieblingsauto der Deutschen" insgesamt 45.202 Stimmen abgegeben. 3271 Stimmen fielen auf den VW Golf, 1703 Stimmen auf den BMW 3er, 1664 Stimmen auf den Audi A 3, 1320 Stimmen auf die Mercedes A-Klasse und 1184 Stimmen auf den Skoda Octavia. Für das Siegerauto VW Golf wurden in einem ADAC-Papier von Dezember 2013 als offizielles Ergebnis 34.299 Stimmen genannt, was eine Verzehnfachung der tatsächlich abgegebenen Stimmen bedeutet. Der BMW 3er kam im offiziellen Ergebnis dagegen gar nicht mehr vor; stattdessen rutschte der BMW 5er auf Platz 5.